Der See

Düsterland (12) „Der See“

 Düsterland (12) „Der See“

Ich sitze in der Hütte und blicke auf den See. Die Papierknäuel stapeln sich in der Ecke des Raumes. Zwei Monate ist es nun her, dass ich mich in dieser Hütte eingemietet habe. Ich wollte beginnen, meine Bilder zu entschlüsseln. Eine Geschichte zu den Bildern zu schreiben. Die Gefühle und Gedanken aufzuspüren, die unter der Oberfläche liegen. Es ist der perfekte Ort. Die Berge, der See, die Spiegelung. Schaut man nur lange genug darauf, beginnt die Realität eins mit dem Spiegel zu werden. Man erreicht das Paralleluniversum sofort, ist in anderen Welten, schaltet ab von dem „Hier und Jetzt“.
Ich konnte euch mitnehmen auf die Reise in eine phantastische Welt. Mitnehmen zu Desmond, der als irischer Austauschschüler plötzlich auf einer Bank in der Rhön aufgewacht ist. Dessen Großvater als irischer Wandermönch in Würzburg hingerichtet wurde – und heute als heiliger Kilian verehrt wird. Gleichzeitig führte ich euch zu Soraja, die wohl in etwa zur selben Zeit an der spanischen Küste aufwacht. Beide haben einen Zettel in der Hand, der eine Nachricht für sie bereithält. Sie wird von einem „Beobachter“ observiert. Soraja und Desmond machen sich auf dem Weg – und landen im Nebel. Dort lebt auch „Es“ – ein Wesen, das früher mal ein Bauer in Thann war. Es trifft Demond und es ist unklar, wie es weitergeht. Wir erfahren Hintergründe über den Nebel. Er war nicht immer da und breitete sich über Düsterland aus, nachdem die großen Stürme über das Land zogen. Durch den Nebel kam das Misstrauen und der Hass. Wir erfahren über die Stürme – in Form von Sören, einem Steinmetz, der in die Geschichte tritt. Er wurde durch die Stürme tief getroffen – wie viele andere Menschen in Düsterland. Der „Alte“ kennt all diese Geschichten und weiß, dass Düsterland gerettet werden kann. Er schickt eine Brieftaube zu seinen Vertrauten, um sie zu informieren. Er kennt auch mich, den Autor und setzt, so glaube ich, Hoffnung in mich. Es gibt weitere Hoffnungsschimmer in Düsterland: zum einen das Kind, das Soraja plötzlich ein Licht zeigt – und ihr die Hoffnung zurückbringt. Zum anderen Abdenour, den Hüter des Lichts, der das Geheimnis der Freiheit in sich trägt.
Nun sitze ich hier und spüre die Last und die Bürde, aber auch die Herausforderung, die die Menschen und Wesen in Düsterland in mich gesetzt haben. Und die Reise geht weiter… Aber wohin? Welche Geschichte soll als nächstes weitergeschrieben werden? Ich würde mich über euer Feedback freuen!

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